Knoblauch – eine tolle Knolle
Ganz im Gegensatz zu Graf Dracula mag ich Knoblauch sehr gern, zum Beispiel auf den Koteletts, die ich auf eine geölte Pfanne lege, mit Pfeffer, Salz und gehackten, frischen Salbeiblättern bestreue, dann mit Weißwein aufgieße und für etwa 45 Minuten in den Backofen schiebe – köstlich!
Beim Bau der Pyramiden …
Die Bauarbeiter, die beim Bau der Pyramiden eingesetzt waren, verzehrten große Mengen Knoblauch als Schutz vor Infektionskrankheiten. Das berichtet der antike Schriftsteller Herodot. Im Mittelalter dachte man, daß Knoblauch vor der Pest bewahren könnte. Meine Mutter erzählt aus ihrer Kindheit, daß man Kindern mit Ohrenschmerzen eine Knoblauchzehe ins Ohr steckte.
… und heute?
Natürlich hat sich die moderne Wissenschaft dafür interessiert, was der Knoblauch tatsächlich bewirken kann. Heutzutage wird Knoblauch empfohlen zur Vorbeugung gegen Atherosklerose, zur Behandlung von erhöhten Blutfettwerten und zur Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes. Um diese Wirkungen zu erzielen, ist eine Dosis von 600 bis 900 Milligramm Knoblauchpulver nötig, das entspricht etwa drei frischen Knoblauchzehen.
Pulver oder Ölmazerat
Weltweit werden jährlich etwa zwei Millionen Tonnen Knoblauch produziert. Die Hälfte davon wird sofort nach der Ernte zu Knoblauchpulver verarbeitet.
Die Knoblauchzehen werden geschält, in Scheiben geschnitten und drei bis vier Tage lang getrocknet, wobei die Temperatur nicht über 60? ansteigen darf. Im Knoblauchpulver sind alle Inhaltsstoffe des Knoblauchs vollständig erhalten. Zum Teil werden auch Knoblauchextrakte hergestellt, indem man den geschnittenen Knoblauch mit fettem Öl (z.B. Mais- oder Weizenkeimöl) übergießt. Dabei werden die fettlöslichen Bestandteile des Knoblauchs herausgelöst. Die wasserlöslichen Inhaltsstoffe werden nicht erfasst.
Die Nebenwirkungen
Manche Menschen reagieren auf größere Mengen Knoblauch mit Kreislaufbeschwerden oder Übelkeit. Ab und zu gibt es auch allergische Reaktionen. Stillende Mütter sollten Knoblauch nur mit Vorsicht genießen, den die enthaltenen Lauchöle können beim Säugling zu Blähungen führen. Knoblauch kann die Wirkung blutdrucksenkender Medikamente verstärken. Circa eine Woche vor einer geplanten Operation sollte man kein Knoblauchpräparat mehr einnehmen, damit die blutverdünnende Wirkung von Knoblauch abklingen kann.
Wir wünschen Ihnen einen gesunden Herbst
Ihre Gabriele Knote

