Thymian – Gewürz und wertvolle Heilpflanze
In der mediterranen Küche spielt Thymian als Gewürz eine große Rolle. Lammkoteletts zum Beispiel kann man vor dem Grillen mit Thymian würzen, oder ein schönes Stück Kalbfleisch mit Thymian zu einem saftigen Braten schmoren. Auf der Pizza oder in einer fruchtigen Tomatensauce macht sich Thymian ebenfalls sehr gut.
Thymian in der Heilkunde
Seit langem ist bekannt, daß Thymian bei Erkältungen, die mit heftigem Schnupfen und Husten einhergehen, sehr wohltuend ist. Auch bei Bronchitis und sogar bei Keuchhusten wird Thymian ergänzend mit Erfolg eingesetzt. Bei Heiserkeit lindert eine Tasse Thymiantee die Beschwerden.
Wie wirkt der Thymian?
Thymian wirkt krampflösend auf die Bronchien, fördert die Schleimlösung und hat einen antibakteriellen Effekt auf bestimmte Erreger. Diese heilsamen Wirkungen von Thymian, die in der Naturheilkunde schon lang bekannt sind, konnten durch wissenschaftliche Untersuchungen erhärtet werden. Äußerlich wird Thymian bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum als Spülung eingesetzt.
Tee, Tropfen, Bad?
Thymian kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Um einen Tee zuzubereiten wird ein Teelöffel Thymiankraut mit 150,0 ml siedendem Wasser übergossen. Nach 10 – 15 Minuten abseihen, mehrmals täglich eine Tasse trinken.
Als Fertigarzneimittel gibt es Thymian als Tropfen und Saft. Eine ausreichend hohe Dosierung ist wichtig, damit der Thymian seine Wirkung entfalten kann. In manchen Präparaten ist Thymian nur in geringer Menge enthalten, dient nur als Geruchs- und Geschmacks-korrigenz und hat keine heilsame Wirkung. Thymian kann auch als Badezusatz verwendet werden, weil die im Kraut enthaltenen ätherischen Öle über die Haut und die Lunge in den Körper aufgenommen werden können.
Risiken und Nebenwirkungen?
Nebenwirkungen sind für Thymian und Zubereitungen daraus nicht bekannt. Menschen, die auf Birkenpollen oder Sellerie allergisch reagieren, sollten Thymian meiden. Schwangere und Stillende beraten sich sicherheitshalber vor einer Anwendung von Thymian mit ihrem Arzt.
Ihre Gabriele Knote

