Der Eukalyptus

Der Eukalyptusbaum stammt aus Südwestaustralien und Tasmanien, wird aber heutzutage auch in den Mittelmeerländern, in den tropischen Regionen Asiens und in Afrika kultiviert. Hier dient er insbesondere zur Trockenlegung von Sumpfgebieten, weil er zu den sehr rasch wachsenden Gehölzen zählt. Seinen Namen „Fieberbaum“ hat er erhalten, weil durch die Austrocknung der Sümpfe die Brutstätten der Anopheles-Mücke verschwinden. Diese Mücke überträgt Malaria. Wenn sie vernichtet wird, tritt auch die Krankheit wesentlich seltener auf.

Welche Inhaltsstoffe hat der Eukalyptus?

Geerntet werden die älteren Blätter des Eukalyptusbaums, deren Gehalt an ätherischem Öl für arzneiliche Zwecke genutzt wird. Man entzieht den Blättern das Öl durch Wasserdampfdestillation. Weitere Inhaltsstoffe von Eukalyptus sind Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavanoide, Harz, Gummi und andere, die aber keine Bedeutung haben.

Wie wirkt Eukalyptus?

In Arzneimitteln findet vor allem das Eukalyptusöl Verwendung. Seinen charakteristischen Geruch kennen wir von den Erkältungssalben wie zum Beispiel Wick VapoRub oder Pinimenthol. Diese Salben trägt man bei Husten und Erkältungskrankheiten auf Brust und Rücken auf. 

Durch das Auflegen eines Wollschals oder einer Wärmflasche kann man die heilsame Wirkung noch verstärken. Gibt man einen Salbenstrang von ein bis zwei Zentimeter Länge in einen Topf und übergießt ihn mit kochendem Wasser, ergibt sich eine wohltuende Inhalation. Das Öl bewirkt eine Desinfektion der Lunge und fördert die Lösung von zähem Bronchialschleim. Diesen Effekt nutzt man auch mit dem Babix-Inhalat, das bei Säuglingen und Kleinkindern auf das Hemdchen oder den Schlafanzug getropft wird.Aus den Blättern des Eukalytusbaums kann man auch Tee kochen, indem man drei Teelöffel Eukalyptusblätter mit einem Viertelliter Wasser übergießt, den Tee 15 Minuten ziehen lässt und nach dem Abseihen über den Tag verteilt immer wieder einen Schluck trinkt.

Eukalyptus in der Homöopathie

In der Homöopathie wird Eucalyptus bei Irritationen der Schleimhäute verwendet, also zum Beispiel bei grippalen Infekten mit Husten und Schnupfen oder bei Entzündungen von Blase, Niere oder Harnleiter. Verwendung finden meistens die Potenzen von D2 bis D6.

Haben sie noch weitere Fragen? Kommen Sie zu uns in die Apotheke, wir beraten Sie gern!

Ihre Gabriele Knote