Ratschläge Ihrer Apothekerin - "Heilpflanzen"
- Cayennepfeffer
- Den Cayennepfeffer kennen wir auch unter den Namen Chili, spanischer Pfeffer oder Tabasco pepper. Ursprünglich ist der Cayennepfeffer in Mexiko und Mittelamerika zuhause. Er ist mit dem schwarzen Pfeffer, den wir im Haushalt verwenden, nicht verwandt. Cayennepfeffer stammt aus der Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse. Sehr bekannte und häufig verwendete Mitglieder dieser Pflanzenfamilie sind die Kartoffel und die Tomate. Zu den ungenießbaren Verwandten des Cayennepfeffers zählen die Tollkirsche und das Bilsenkraut. Der Tabak gehört übrigens auch in die Familie der Nachtschattengewächse.
- Der Eibisch
- In der Antike galt der Eibisch als gutes Heilmittel gegen Brandwunden, Zahnschmerzen und Durchfall. Heutzutage wenden wir die getrockneten Wurzelstücke und seltener auch die Blätter mit Erfolg gegen trockenen Reizhusten und bei Halsschmerzen an. Die Wirksamkeit beruht auf dem hohen Gehalt an Schleimstoffen, die beruhigend auf die Schleimhäute einwirken.
- Der Eukalyptus
- Der Eukalyptusbaum stammt aus Südwestaustralien und Tasmanien, wird aber heutzutage auch in den Mittelmeerländern, in den tropischen Regionen Asiens und in Afrika kultiviert. Hier dient er insbesondere zur Trockenlegung von Sumpfgebieten, weil er zu den sehr rasch wachsenden Gehölzen zählt. Seinen Namen „Fieberbaum“ hat er erhalten, weil durch die Austrocknung der Sümpfe die Brutstätten der Anopheles-Mücke verschwinden. Diese Mücke überträgt Malaria. Wenn sie vernichtet wird, tritt auch die Krankheit wesentlich seltener auf.
- Gewürznelken
- Ein Duft, der uns an den Weihnachtsmarkt, an Schnee, Lebkuchen und Kerzenlicht denken lässt, das ist der Duft der Gewürznelken. Erstaunlicherweise handelt es sich bei diesen kleinen, nagelförmigen, etwas holzigen Teilchen um die noch ungeöffnete Blütenknospe des Baumes Syzygium aromaticum. Beheimatet ist dieser Baum ursprünglich in Indonesien, gedeiht aber heutzutage weltweit im feuchtwarmen Klima tropischer Küsten. Die Knospen werden nach der Ernte in der Sonne getrocknet. Von einem Baum kann man drei bis vier Kilogramm Knospen ernten, das sind etwa 16 000 bis 18 000 einzelne Knospen.
- Holunder
- Von Mai bis Juli blüht in unseren Gärten und auch in der freien Natur der Holunderstrauch, lateinisch Sambucus nigra genannt. Er gehört zur Familie der Geißblattge-wächse, und seine weißlichen Blütendolden duften süß. Im Herbst trägt er schwarzglänzende Beeren. Schon im Altertum war der Holunder eine wichtige Arzneipflanze. Diese Bedeutung hat er bis heute nicht verloren. Das zeigt sich nicht zuletzt darin, daß es bei uns eine „Hollerkönigin“ gibt.
- Bei Übelkeit – Ingwer!
- Frischer Ingwer duftet nach Zitrone und schmeckt scharf und brennend. Wenn man dünne Scheiben vom frischen Wurzelstock abschneidet und sie mit kochendem Wasser übergießt, erhält man einen magenfreundlichen Tee, der im Winter wärmt und im Sommer kühlt. Frischer Ingwer ist ein aromatisches Gewürz und passt gut zu Fisch, Fleisch und Geflügel. Ingwer hat auch eine süße Seite: Kekse, Marmelade und Lebkuchen können mit Ingwer zubereitet werden. Und kandierter Ingwer, eventuell mit einer dünnen Schokoladenschicht überzogen, ist ein Genuß.
- Tolle Knolle Knoblauch
- Ganz im Gegensatz zu Graf Dracula mag ich Knoblauch sehr gern, zum Beispiel auf den Koteletts, die ich auf eine geölte Pfanne lege, mit Pfeffer, Salz und gehackten, frischen Salbeiblättern bestreue, dann mit Weißwein aufgieße und für etwa 45 Minuten in den Backofen schiebe – köstlich!
- Die Melisse
- In unseren Gärten gibt es zahlreiche Pflanzen, die nicht nur schmücken, sondern auch als Heilkräuter Verwendung finden. Ein besonders vielseitiges Kraut ist die
- Thymian
- In der mediterranen Küche spielt Thymian als Gewürz eine große Rolle. Lammkoteletts zum Beispiel kann man vor dem Grillen mit Thymian würzen, oder ein schönes Stück Kalbfleisch mit Thymian zu einem saftigen Braten schmoren. Auf der Pizza oder in einer fruchtigen Tomatensauce macht sich Thymian ebenfalls sehr gut.
- Weißdorn – neue Kraft für's Herz
- Weißdorn hilft dem Herzen. Im Frühling blühen sie wieder, die Weißdornhecken am Wegrand. In den winzig kleinen Blüten stecken heilkräftige Wirkstoffe, die seit circa hundert Jahren in der Medizin eingesetzt werden. Zunächst hatten die Homoeopathen sich mit dem Weißdorn beschäftigt und die roten Früchte als Heilmittel verwendet. 1941 wurde unter dem Namen Crataegutt ? das erste Weißdornpräparat in den Handel gebracht, das einen standardisierten, das heißt auf einen bestimmten Gehalt eingestellten Spezialextrakt enthielt, und das bis heute seinen Platz behauptet hat.
- Mein Ratschlag
- 1: Richtige Ernährung.
- 2: Gesundheitstipps.
- 3: Heilpflanzen.
- 3.1: Cayennepfeffer.
- 3.2: Der Eibisch.
- 3.3: Der Eukalyptus.
- 3.4: Gewürznelken.
- 3.5: Holunder.
- 3.6: Bei Übelkeit – Ingwer!.
- 3.7: Tolle Knolle Knoblauch.
- 3.8: Die Melisse.
- 3.9: Thymian.
- 3.10: Weißdorn – neue Kraft für's Herz.
- 4: Rund um Ihre Haut.
- 5: Ihre Apotheke.