Winterzeit – Hustenzeit!

Der Hustenreiz, der unsere Nachtruhe stört und so quälend werden kann, dass man sich fast übergeben muß, ist eigentlich eine Schutz- und Abwehrreaktion des Körpers. Durch den Hustenreflex werden alle Dinge ausgestoßen, die nicht in die Atemwege gehören. Er wird ausgelöst durch kalte Luft, durch Rauch, Abgase oder Dämpfe von Chemikalien, auch manche Medikamente haben als Nebenwirkung Hustenreiz.

Erkältungshusten

Bei dem nasskalten Wetter, das zur Zeit herrscht, haben sich viele Menschen erkältet. Die Nase läuft, der Hals kratzt, und es stellt sich ein kitzelnder Hustenreiz ein. Schnell lassen wir uns in der Apotheke beraten, was uns Erleichterung bringen kann.

Hustenstiller

Zu Beginn einer Erkältung besteht meist ein unproduktiver Husten, das heißt, es wird kein Schleim produziert. Da ist es wichtig, den Reiz zu stillen. Aus der Welt der Heilpflanzen eignet sich zu diesem Zweck Thymian in Kombination mit Primel oder Efeu, auch Eibischwurzel kann helfen. Als Saft oder Tropfen zubereitet ist die Anwendung einfach und der gleichbleibende hohe Wirkstoffgehalt garantiert. Des weiteren stehen zur Hustenreizstillung die Arzneistoffe Dextromethorphan und Pentoxyverin zur Verfügung, die das Hustenzentrum im Gehirn beruhigen und so Erleichterung verschaffen. Auch die Homöopathie bietet Therapiemöglichkeiten. Wichtig ist es auch, begleitend warmen Hustentee zu trinken und einen Brustwickel (z.B. mit Lavendelöl oder einem Bronchialbalsam) zu machen. Die lokale Wärmeanwendung trägt zur Dämpfung des Hustenreizes bei.

Schleimlöser

Nach ein bis zwei Tagen verändert sich der Husten. Die Bronchialschleimhaut bildet vermehrt ein Sekret, das als Schleimfetzen auf der Schleimhautoberfläche aufliegt und abgehustet werden muß. Deshalb ist es in diesem Stadium der Erkältung wichtig, den Hustenreiz nicht zu unterdrücken, sondern die Lösung des anhaftenden Bronchial-schleims zu fördern. Pflanzlich können wir dies tun mit Spitzwegerich, Fenchel, Primelwurzel, Süßholzwurzel (Vorsicht bei Bluthochdruck!) auch in Kombination mit Efeu, Eibisch, Isländisch Moos und Thymian. Isolierte Pflanzeninhaltsstoffe wie Cineol oder Myrtol gibt es in Form von Kapseln. An chemischen Expektoranzien stehen uns Ambroxol und Acetylcystein zur Verfügung. Ergänzen können wir die Schleimlösung durch Inhalationen mit Salz oder ätherischen Ölen, hier können wir auch eine kleine Menge Bronchialbalsam in einem Topf mit kochendem Wasser übergießen und, den Kopf unter einem Handtuch über den Topf gebeugt, die Dämpfe inhalieren. Warmer Hustentee erwärmt die Bronchialregion innerlich und fördert auf diese Weise und durch die enthaltenen Wirkstoffe das Abhusten. In diesem Stadium der Erkältung geben wir einen Hustenreizstiller nur abends, um eine erholsame Nachtruhe zu gewährleisten.

Kommen Sie zu uns in die Apotheke, wir beraten Sie gern. 

Wir wünschen Ihnen gute Besserung!

Ihre Gabriele Knote