Warm oder kalt?

Wärme und Kälte helfen, wenn man sie gekonnt anwendet, bei vielen Beschwerden. 

Kalte Kompressen

Von vielen Karikaturen her bekannt ist die klassische Form der Kältetherapie, der Eisbeutel. Das war ein Gummibeutel, der mit zerstossenem Eis gefüllt wurde. Heutzutage gibt es fertige Gelkompressen in verschiedenen Größen, die man am besten im Kühlschrank aufbewahrt, um sie im Notfall parat zu haben. Und für unterwegs wurden Kältepacks entwickelt, die durch eine chemische Reaktion bei Bedarf Kälte entwickeln. Alle Kältekompressen müssen in ein Baumwolltuch oder ein Handtuch eingeschlagen werden, um nicht durch zu tiefe Temperaturen die Haut zu schädigen.

Wann nützt Kälte?

Bei allen akuten Verletzungen wie zum Beispiel Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen ist Kälte angezeigt. Schwellungen gehen zurück und Schmerzen werden gelindert. Die betroffenen Körperteile werden ruhiggestellt, hochgelegt und im Wechsel 20 Minuten gekühlt , 20 Minuten nicht gekühlt. Auch nach Zahnextraktionen oder Kieferoperationen helfen kalte Kompressen genauso wie bei Kopfschmerzen. Und bei leichten Verbrennungen ist es sinnvoll, mindestens 10 Minuten lang zu kühlen.


Angenehme Wärme

Warme Umschläge oder heiße Bäder sind die klassischen Formen der Wärmetherapie. Seit langem beliebt und immer wieder nützlich ist die Wärmflasche. Sie sollte mit Wasser von 60°C bis 70°C befüllt werden. Auch Kirschkernkissen eignen sich zur Wärmetherapie. Gelkompressen werden im Wasserbad aufgeheizt und aufgelegt. Moderne Fangopackungen sind im Backofen zu erwärmen und können wie die Gelkompressen mehrfach verwendet werden. Neu sind Wärme-Therapie-Pads, die beim Kontakt mit dem Luftsauerstoff eine angenehme Wärme entwickeln und ca. 8 Stunden vorhalten.

Wobei hilft Wärme?

Wärme fördert die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an. Chronische Beschwerden können durch Wärme gut gelindert werden. Alle Ver-spannungen und Verkrampfungen – zum Beispiel im Rücken -werden durch Wärme gelockert, Schmerzen bei degenerativen Gelenk-erkrankungen gelindert. Nervöse Bauch- und Magenbeschwerden klingen ab, wenn man eine Wärmflasche auf den Bauch auflegt. Bei einem grippalen Infekt oder einer Blasenentzündung ist es heilsam, den Körper gut zu durchwärmen. Bettruhe, eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen sorgen für wohlige Wärme.

Kommen Sie zu uns in die Apotheke, wir beraten Sie gern!

Ihre Gabriele Knote