Tun Sie Ihren Beinen etwas Gutes!
Jetzt kommt der Frühling und die Temperaturen steigen. Was viele Menschen sehr freut, bereitet anderen Probleme. Mit zunehmender Wärme leiden sie verstärkt unter angelaufenen Beinen oder sogar schmerzenden Krampfadern. Da heißt es vorbeugen!
Was leisten unsere Venen?
Unsere Venen haben die Aufgabe, das Blut von den entfernten Körperregionen zum Herzen und zur Lunge zurückzupumpen, damit es wieder neu mit Sauerstoff beladen werden kann. Die Beinvenen müssen das Blut der Schwerkraft entgegengesetzt zum Herzen hinauftransportieren. Das geschieht durch ein Zusammenspiel verschiedener Mechanismen. Wenn die Wadenmuskulatur angespannt wird, entsteht auf die dazwischenliegenden Venen ein Druck, der das Blut nach oben befördert. Kleine Muskeln in den Wänden der Gefäße verändern den Durchmesser der Venen. Dadurch wird die Strömungsgeschwindigkeit beeinflusst. Damit das Blut nicht immer wieder der Schwerkraft gehorchend nach unten fließt, finden wir in den Venen Klappen, die wie Ventile schließen.
Warum werden Beine schwer und dick?
Ein venöser Rückstau, der zum Beispiel dadurch entsteht, daß wir zu lange unbeweglich mit herunterhängenden Beinen sitzen oder lange stehen, reizt die Innenhaut der Venen. Dadurch entsteht eine Entzündung, die wiederum bewirkt, daß die Gefäßwand durchlässig wird. Es sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe, ein Ödem entsteht. Das angeschwollene Gewebe drückt auf die Venen, der Blutdurchfluss wird behindert, ein Teufelskreis entsteht, durch den im Laufe der Zeit die Venenwände und die Venenklappen stark geschädigt werden.
Durch eine familiäre Disposition, Übergewicht, natürliche Alterungsprozesse und hormonelle Einflüsse (Schwangerschaft, Pille) werden Störungen des venösen Systems begünstigt.
Wie kann man vorbeugen?
Immer wenn es möglich ist, sollte man die Wadenmuskelpumpe aktivieren. Das geschieht durch Gehen, durch Kreisen mit den Füßen oder das Anziehen der Fußspitzen nach oben im Sitzen oder Liegen. Das Tragen von Stütz- oder Kompressionsstrümpfen wirkt der Ödembildung ebenfalls entgegen. Viele Menschen profitieren von Medikamenten, die bewirken, daß die Gefäßwände sich nicht so leicht entzünden und nicht durchlässig werden.
Rotes Weinlaub und Rosskastanie
Interessanterweise sind es Pflanzenwirkstoffe, für die die Wirksamkeit bei Venenleiden gut dokumentiert ist. Es handelt sich um die Extrakte aus Rosskastaniensamen und aus dem roten Weinlaub. Diese Wirkstoffe gibt es zur äußerlichen Anwendung und zum Einnehmen. Wenn man möglichst frühzeitig mit der Behandlung beginnt, ist der Effekt dieser Arzneimittel besonders gut. Vor allem in den warmen Monaten hat es sich für Menschen, die unter Venenerkrankungen leiden, sehr bewährt, regelmäßig Wirkstoffe aus Rosskastanie oder aus dem roten Weinlaub einzunehmen.
Ihre Gabriele Knote

